Lektion 3 Ansteckende Krankheiten

Eine übertragbare Krankheit ist eine Krankheit, die durch körperlichen Kontakt mit einer infizierten Person, durch direkten Kontakt mit einer infizierten Oberfläche, durch die Luft und durch einen Biss (von einem Insekt oder einem Tier) von einer Person zur anderen übertragen wird. In den letzten Jahren ist es durch Hygiene, Lebensmittelkontrolle, Impfstoffe und Antibiotika gelungen, übertragbare Krankheiten einzudämmen und so das Leben von Millionen von Menschen zu retten. Allerdings tragen sozioökonomische, verhaltensbedingte und umweltbedingte Faktoren sowie internationale Reisen und Migration zur Verbreitung dieser Krankheiten bei.

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  • Beengter Wohnraum
  • Unzureichende Hygienebedingungen
  • Unzureichende sanitäre Einrichtungen
  • Eingeschränkter Zugang zur Gesundheitsversorgung
  • Unterernährung, Rauchen, Stress (was zu einer höheren Infektanfälligkeit führt)

Leider sind bestimmte Bevölkerungsgruppen aufgrund sozioökonomischer Faktoren anfälliger für Infektionskrankheiten. Es wurde festgestellt, dass Migrantenkinder häufiger an Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen leiden. Insbesondere leiden sie häufig an chronischen Infektionen wie Tuberkulose, Hepatitis B und C, Malaria, Darmparasiten, Syphilis und dem humanen T-lymphotropen Virus Typ 1 oder 2. Darüber hinaus ergab eine Studie, dass unbegleitete Flüchtlingskinder ein höheres Risiko haben, mit multiresistenten Bakterien (d. h. Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind) besiedelt zu werden. Dies kann dazu führen, dass die Kinder sehr schwere Infektionen entwickeln, die eine spezielle Krankenhausbehandlung erfordern.

Außerdem haben Kinder aus Familien mit niedrigem sozialen Status ein höheres Risiko für HIV/AIDS, Tuberkulose (TB) und Malaria. Es ist eine Tatsache, dass die Einhaltung grundlegender Hygieneregeln und Impfpläne zwei bewährte Methoden zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten sind.

Der Weltwasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2021 unterstreicht das Recht auf sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen durch einen gerechten Zugang zu Wasser-, Sanitär- und Hygienediensten (WASH), da diese für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen unerlässlich sind. Kein Wunder, dass “Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen” an sechster Stelle der 17 von den Vereinten Nationen aufgestellten Ziele für nachhaltige Entwicklung steht.

Dennoch haben einige Familien, die in Armut leben, immer noch keinen Zugang zu grundlegenden Hygieneinfrastrukturen. Gleichzeitig wächst die Flüchtlingsbevölkerung seit Jahren stetig an, während der Zugang zu WASH weiterhin begrenzt ist. Darüber hinaus herrschen in den Unterkünften, die den Flüchtlingen angeboten werden, häufig gesundheitsschädliche hygienische Bedingungen, die ihre Gesundheit beeinträchtigen. 

Das Fehlen geeigneter sauberer Wasserquellen und grundlegender sanitärer Einrichtungen kann zu übertragbaren Krankheiten führen. Darüber hinaus führen schlechte Hygiene und fäkal-orale Krankheiten zueinander und schaffen so einen Teufelskreis, der möglicherweise eine epidemische Krise auslösen kann.

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Quelle: https://www.who.int/multi-media/details/health-promotion-1

Es ist eine Tatsache, dass wirtschaftliche Schwierigkeiten und/oder Vertreibung ein Hindernis für geplante Arztbesuche darstellen können, weil Eltern andere Prioritäten setzen müssen, um ihre Familien zu versorgen. Impfungen sind jedoch sehr wichtig für Kinder, da sie sie vor verschiedenen schweren Krankheiten schützen. Daher sollten Kinder, die nicht oder nur teilweise geimpft sind, zusätzliche Impfungen erhalten, um die nationalen Impfpläne einzuhalten.

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Für die folgenden Krankheiten wurden niedrige Impfquoten festgestellt:

  • Hepatitis B
  • Masern, Mumps, Röteln 
  • Windpocken 
  • Tetanus und Diphtherie